Herzlichen Willkommen
beim Landesfischereiverband
Schleswig-Holstein

Der Landesfischereiverband Schleswig-Holstein wurde im Jahre 1877 unter dem Namen „Central-Fischerei-Verein für Schleswig-Holstein“ gegründet. Er vertritt die Interessen der Berufsfischer an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und ist damit das Sprachrohr und Informationsorgan der Kutter- und Küstenfischer. Der Verband hat zurzeit rund 250 Mitglieder, die in 4 Fischereigenossenschaften und 12 Fischereivereinen organisiert sind. Sitz des Verbandes ist in Heiligenhafen.

Für Fisch, Fischer und für eine funktionierende moderne Fischerei.

Die Mitglieder im Landesfischereiverband verbindet seit 1877 die Erkenntnis, dass eine erfolgreiche Interessensvertretung nur in einer starken Gemeinschaft möglich ist. Sich der Tradition verpflichtet zu fühlen und offen für Veränderungen zu sein, ist dabei durchaus kein Widerspruch. Unsere Mitglieder sind sehr unterschiedlich, z. B. in der Art und dem Umfang ihrer Fischerei oder in der Größe ihrer Fahrzeuge, aber sie schätzen unseren Einsatz für den Fortbestand des traditionellen Fischereihandwerks auch in schwierigen Zeiten.

Damit Mensch und Meer eine Zukunft haben.

Die Fischerei ist zwar das älteste Handwerk, das die Meere nutzt, aber es muss sich schon seit Jahren mit einer Vielzahl von weiteren Nutzern auseinandersetzen und seine Rechte anmelden. Ob es Verkehrswege für die Handelsschifffahrt, Stromkabel am Meeresgrund, Übungsgebiete für die Marine, Off-shore-Windparks, Gas-Pipelines oder Off-shore-Ankerplätze für Frachtschiffe sind, alle Nutzer beanspruchen Flächen, die für die Fischerei verloren sind. Da ist es wichtig, dass die Fischer einen starken Verband haben, der sich für ihre Rechte einsetzt und die Verbindung zu anderen Verbänden, Behörden, Landes- und Bundesregierung sowie zur Brüsseler Administration hält.

Meer fürs Land. Fisch ist nicht nur lecker, sondern als Lieferant von hochwertigem Eiweiß, Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien eines der gesündesten Lebensmittel der Welt. Die Fischerei holt dieses gesunde Lebensmittel in großer Vielfältigkeit aus dem Meer. Für das Land, für die Menschen in diesem Land.

Meer fürs Land. In Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren, hat die Fischerei nicht nur eine lange Tradition, sondern ist nicht zuletzt auch als belebendes Element für den Tourismus eine echte wirtschaftliche Kraft. Die Fanganlandungen der schleswig-holsteinischen Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei betragen jährlich insgesamt etwa 58.000 Tonnen Fisch und Meeresfrüchte im Wert von über 50 Mio. Euro. Die Fischverarbeitung mit rund 1.600 Beschäftigten und einem Umsatz von ca. 340 Mio. Euro spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle.

Fisch im Fokus: Dorsch - der Kabeljau der Ostsee

Der Kabeljau (Gadus morhua), der in der Ostsee Dorsch genannt wird, gehört zur Familie der Knochenfische und ist ein Allesfresser und Räuber. Man erkennt ihn an seinen kräftige Bartfaden am Unterkiefer und dem vorstehenden Oberkiefer. Der Dorsch ist ein Wanderfisch. Auf Nahrungssuche halten sich die Fische in eher kälteren Regionen auf, zum Laichen ziehen sie in wärmere Regionen. Der Ostseedorsch wird bis zu 80 cm lang(manchmal auch länger). Er ist ein beliebter Speisefisch.

Sein Fleisch ist weiß und mager und lässt sich vielfältig zubereiten. Und noch eine gute Nachricht: Die Dorschbestände in der Ostsee haben sich deutlich erholt. Vor allem der traditionell größere Bestand in der östlichen Ostsee zeigt einen steilen Anstieg. Hauptursache für die gute Bestandsentwicklung sind laut Experten starke Nachwuchsjahrgänge in den Jahren 2005 und 2006. So starke Jahrgänge seien zuletzt vor 20 Jahren beobachtet worden. Aber auch die nachhaltige Fischerei in den vergangenen Jahren, Schongebiete, Schonzeiten und größere Maschenweiten haben sicher zu der guten Entwicklung beigetragen.

Aktuelles

Fischereiliche Notgemeinschaft Schleswig-Holstein

Brief an das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Herrn Minister Dr. Robert Habeck
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Mit großer Entrüstung reagierten die Fischer auf Meldungen, nach denen die schleswig-holsteinische Landesregierung die Verklappung von giftigem Hamburger Hafenschlick bei Helgoland wieder zulassen will. Jährliche Verklappungsmengen von 600.000 t stehen zur Diskussion. Dabei handelt es sich nicht um unbelastete Elbsedimente aus der Unterhaltungsbaggerie, sondern um giftigen Hafenschlick aus Hamburg. Die Naturschützer schweigen, weil eine neu zu gründende Wattenmeerstiftung dafür 1,2 Millionen Euro erhalten soll.
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Kriegserklärung an die Fischerei?

- Minister will Nationalparkkompromiss von seinen Vorgängern aufkündigen - - große Nullnutzungszone im Wattenmeer-Nationalpark einrichten - - Minister will unabhängigen Zertifizierer MSC unter Druck setzen - - Stellnetzfischerei in Natura 2000-Gebieten beenden - Mit großer Bestürzung hat die Fischerei in Schleswig-Holstein die Rede von Minister Dr. Robert Habeck anläßlich des Naturschutztages Schleswig-Holstein 2012 "Meeresschutz" am 05. September 2012 in Eckernförde aufgenommen. Was der Minister angekündigt hat, müssen die schleswig-holsteinischen Fischereibetriebe als Kriegserklärung auffassen.
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